1933 - 2022
Wie der Ton in der Hand des Töpfers,
so seid ihr in meiner Hand.
Knapp 90 Jahre durfte Thomas auf der Erde weilen. Eine langes erfülltes Leben mit Höhen und Tiefen. Aufgewachsen im zweiten Weltkrieg und verstorben kurz nach einer Pandemie. Durch harte Arbeit brachte er seine Familie weg von der Armut und hin in den Wohlstand. Thomas war immer großzügig und spendete Geld an Hilfsbedürftigte und an den Tierschutz.
Thomas wurde am 07.05.1933 in Keutschach in einen Töpfereibetrieb hineingeboren. Er hatte einen älteren Bruder namens Franz, mit dem er zusammen aufwuchs, sowie einen ebenfalls älteren Halbbruder namens Gabriel, welcher am Techelsberg wohnte. Die Zeiten waren schlecht. Er musste in der Zeit des zweiten Weltkrieges aufwachsen. Schon früh musste Thomas als Halterbub arbeiten, um seine Familie zu entlasten. In Keutschach besuchte er die Schule. Schon immer war es festgelegt, dass er in die Fußstapfen seines Vaters und Großvaters treten wird, wie sein älterer Bruder Franz. Daher wurde er ein Töpfer und Hafner.
Nach der Lehre durfte Thomas einige Jahre in Lichtenstein bei der Firma Haas arbeiten. Als er zurück nach Kärnten kam, verdiente Thomas vorerst mit dem Verlegen von Fliesen seinen Lebensunterhalt. In dieser Zeit heiratete er seine erste Frau Helga und hatte mit ihr vier Kinder: Silvia, Lorenz, Thomas und Helga. Selbstständig machte sich Thomas im Jahr 1970. nachdem er seine Meisterprüfung abgelegt hatte, in Keutschach am Rauschelesee. Mit viel Fleiß, Motivation und Eifer betrieb er sein eigenes Töpfergeschäft, welches damals sehr erfolgreich lief. Nicht nur das Töpfergeschäft war seine Berufung, auch seine Kachelöfen waren sehr beliebt und es gibt sie noch heute. Sogar in Kanada setzte er mehrere Öfen.
Nichts ist von Dauer, denn seine Ehe zerbrach und er ließ sich scheiden. Nach der Scheidung war er einige Jahre in Reifnitz tätig. Er übernahm das Keramikgeschäft seines Bruders, der 1987 durch einen tragischen Unfall ums Leben kam. Im Jahr 1989 heiratete er Gerlinde, seine zweite Frau. In der Zwischenzeit wurde das Töpfergeschäft in Höflein am Rauschelesee von seinem Sohn Thomas junior übernommen und weitergeführt. Als er in den Ruhestand trat, hat er, solange es ihm gesundheitlich möglich war, seinen Sohn bei den Töpferarbeiten unterstützt, da ihm die "Werkstatt" sehr viel bedeutete.
Den Lebensabend verbrachte Thomas mit Gerlinde in einer gemütlichen Wohnung in Klagenfurt. Da Thomas ein großes Herz für Tiere hatte, rettete er eine Katze und nannte sie Medi. Sie war sein Heiligtum und er verbrachte viele glückliche Jahre mit ihr gemeinsam und seiner Frau. Als die Altersschwäche und Gebrechlichkeit immer stärker wurden, war Medi seine größte Freude. Als Thomas am 13.12.2022 um 10:45 Uhr von uns ging, hielt er ein Foto von Medi in den Händen. Seinen Frieden, den er sich wegen seiner Erkrankung wünschte, hat er endlich gefunden.
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